Stillhalter | Verkauf von Aktienoptionen

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Stillhalter | Verkauf von Aktienoptionen




Wie bereits erwähnt ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Aktienoptionen und Optionsscheinen, die Möglichkeit des Aktienoptionen Verkaufs, also als Stillhalter zu agieren. Dies ist auf den ersten Blick vielleicht unverständlich, denn wenn man Optionen gekauft hat, ist es selbstverständlich, dass man diese auch verkaufen kann.

Die Rede ist aber nicht von dem Verkauf der Aktienoption nach einem erfolgten Kauf. Es geht hier um den Verkauf ohne vorher gekauft zu haben. Dies kann man sich einfach vorstellen, indem man sich das Angebot an unterschiedlichen Aktienoptionen und Optionsscheinen anschaut. Diese Optionen kommen ja nicht von irgendwoher, sondern sie stehen zum Verkauf, weil sie jemand anbietet, nämlich die Optionsverkäufer.

Diese andere Partei wird übrigens auch deshalb Stillhalter genannt, weil er nicht mehr auf die verkaufte Aktienoption Einfluss nehmen kann. Die Ausübung der Aktienoption liegt allein in der Entscheidung des Optionskäufers, daher der Name Stillhalter der Option.

Bei Aktienoptionen können Sie also die Seiten wechseln und sagen, dass Sie als Stillhalter operieren wollen, d.h. Sie wollen den Optionskäufern Optionen zum Verkauf anbieten. Was Sie davon haben ist die Optionsprämie, also der Wert der Aktienoption zum Zeitpunkt des Verkaufs. Alle Spezifikationen wie Basispreis, Underlying, Laufzeit bestimmen Sie selbst und das Brokerhaus kalkuliert den aktuellen Wert einer solchen Option.

Wenn Sie also als Stillhalter beispielsweise Call Aktienoptionen auf die T-Aktie verkaufen mit einer Laufzeit von drei Monaten und einem Basispreis von 14, dann würden Sie bei einem aktuellen Aktienkurs der T-Aktie von 13 0,38 pro Option bekommen. Da man jedoch Optionen nur in 100'er Stücken, also in Kontrakten, kaufen oder verkaufen kann, würden Sie 38 bekommen.

Diese Optionsprämie würden Sie also sofort erhalten. Doch was ist jetzt Ihr Risiko? Was Sie in diesem Falle verkauft haben, wäre eine Option aus dem Geld, da der Basispreis der Call Option über dem aktuellen Aktienkurs liegt. Sobald die Aktie den Kurs von 14, Ihrem Basispreis, überschreitet, sind Sie in Gefahr.
Denn ab jetzt gerät der Optionskäufer in die Gewinnzone. Wenn nach drei Monaten die Aktie bei 15 liegt, dann hätte die Option einen Inneren Wert von (15-14) 1.

Sie als Options-Stillhalter müssten ihm dann 100 * 1 = 100 übergeben. Ihr Verlust wäre demzufolge 100 - 38 (Ihre anfängliche Optionsprämie) = 62.
Mit anderen Worten gewinnen Sie immer dann, wenn die Aktie Ihren Basispreis nicht überschreitet (bei Call Optionen, bei Put Optionen ist dies genau umgekehrt). Sie würden demzufolge nur dann Stillhalter sein wollen, wenn Sie erwarten, dass sich die Aktie entweder kaum verändert oder sinkt (Beim Verkauf von Calls).

Im nächsten Artikel sprechen wir darüber, was es mit der Ausübung von Aktienoptionen auf sich hat und wann sich das lohnt.

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