Basispreis einer Aktienoption Teil 2

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Basispreis Teil 2




Im vorherigen Abschnitt hatten wir Aktienoptionen behandelt, die einen Basispreis hatten, der geringer war als der aktuelle Kurs des Basiswertes. Solche Aktienoptionen werden Aktienoptionen "Im Geld" bezeichnet.

Jetzt werden wir uns dem anderen Fall widmen, wo wir wieder eine Aktienoption nehmen, deren Basispreis diesmal größer ist als der aktuelle Kurs des Underlyings.

Wir benutzen wieder das Beispiel der T-Aktie. Sie soll wieder annahmegemäß bei 14 notieren. Unsere neue Aktien-Option soll jetzt einen Basispreis von 15 haben und eine Laufzeit von sechs Monaten. Im letzen Beispiel hatten wir 12 genommen.

Sie haben ja mittlerweile gelernt, dass Aktien-Optionen, die "Im Geld" sind, risikoarm sind. Risikoarm im Vergleich zu "Aus dem Geld" Aktienoptionen. Also, immer wenn der Basispreis über dem Aktienkurs liegt (bei Call-Aktienoptionen), spricht man von "Aus dem Geld" Optionen (K>B).
Hier haben wir also eine "Aus dem Geld" oder "out of the money" Aktienoption. Warum ist diese jetzt risikoreicher? Das werden wir uns wieder an ein Paar Beispielszenarien verdeutlichen:
Die unterschiedlichen Szenarien gelten wieder für den Fall, dass die Aktienoption keine Laufzeit mehr hat.

1. Die T-Aktie notiert bei 12.

Wir berechnen wieder den inneren Wert der Option. Einfach den Basispreis der Aktienoption vom aktuellen Aktienkurs der T-Aktie abziehen. (K-B). 12 - 15 = 0
Null, da es keinen negativen inneren Wert gibt. Die Aktienoption wäre demnach nichts mehr wert. Also Totalverlust.

2. Die T-Aktie notiert bei 16.

Hier beträgt der innere Wert und somit auch der Wert der Aktienoption (16-15) 1.

3. Die T-Aktie notiert bei 18.

Der innere Wert der Aktienoption beträgt 3 (18-15).

Um zu beurteilen, wie viel Prozent Gewinn wir nun in Fall 2 und 3 gemacht haben, müssen wir wissen, wie viel wir für unsere Aktienoption ausgegeben haben.

Nach Berechnungen würde so eine Aktienoption mit den angegeben Spezifikationen nur 0,70 kosten. Die Aktienoption im anderen Beispiel hat ja ganze 2,40 gekostet.

In Fall 2 hätten wir demnach einen Gewinn von 1-0,70 = 0,30 gemacht. Das sind (0,30/0,70) ca. 42%, während die T-Aktie (2/14) 14% gewonnen hat.

In Fall 3 würden wir einen Gewinn von 3-0,70 = 2,30 machen. Prozentual sind das (2,3/0,7) 328%. Die T-Aktie hätte "nur" einen Sprung nach oben von (4/14) ca. 29% gemacht.



Und warum ist das nun riskanter als vorher? Wir haben doch einen fetten Gewinn mit unserer billigen Aktienoption gemacht! Also hohes Risiko heißt natürlich immer starke Bewegungen nach unten und auch nach oben.

Außerdem muss man immer diesen Umstand als Aktienoptionstrader wissen:
Die anfängliche Investition ist bei "Aus dem Geld" Aktien-Optionen immer geringer, aber damit man am Ende auch einen Gewinn machen kann, muss eben das Underlying auch viel stärker steigen.

Und das Problem ist dabei, dass viele Aktienoptionen-Händler sich dabei verschätzen, denn wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die T-Aktie in sechs Monaten z.B. 14% oder gar 30% steigt? Das muss man eben vorher kalkulieren. Das werden wir später etwas ausführlicher behandeln, aber eines vorweg, es hat viel was mit Volatilität zu tun.

Und noch was: Die Statistiken zeigen immer wieder, dass "Aus dem Geld" Aktienoptionen sehr oft wertlos verfallen!

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