Basispreis einer Aktienoption

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Basispreis




Eine andere Eigenheit bei Aktienoptionen ist deren Basispreis. Der Basispreis ist neben der Laufzeit der Aktienoption die andere Größe, die eine Aktienoption von einer anderen unterscheidet.
Wie Sie bereits wissen, beziehen sich Aktienoptionen immer auf eine bestimmte Aktie, Underlying oder Basiswert genannt. Aktien-Optionen haben neben der Laufzeit auch den Basispreis, der im Voraus schon bekannt ist. Sie suchen sich einfach die für Sie passende heraus.

Dazu ziehen wir am besten wieder ein Beispiel heran.

Sie wollen nun wieder eine Aktienoption auf die T-Aktie an der Terminbörse erwerben. Sie erwarten in den nächsten zwei bis drei Monaten eine Kurssteigerung bei der T-Aktie und gedenken daher Call-Aktienoptionen (Call-Optionen steigen, wenn auch das Underlying steigt) zu kaufen. Da Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie Aktien-Optionen mit einer Laufzeit von sechs Monaten.
Sie sehen, dass die T-Aktie aktuell bei ca. 14 notiert. Jetzt müssen Sie sich für eine Aktienoption mit dem richtigen Basispreis entscheiden.

Nehmen wir einfach mal an, dass Sie eine Aktienoption mit einem Basispreis von 12 nehmen. Was heißt das nun für Sie?
Rein begriffsmäßig heißen Call-Aktienoptionen, deren Basispreis (hier 12) geringer ist als der aktuelle Kurs des jeweiligen Underlyings (hier 14) "Im Geld" oder "In the Money". Unsere Aktienoption ist demnach eine Aktienoption, die Im-Geld ist. Grundsätzlich sind solche Im-Geld-Aktienoptionen als risikoarm oder konservativ einzustufen.

Ok, Sie hatten ja eine Aktienoption mit einer Laufzeit von sechs Monaten gewählt. Annahmegemäß soll nun die Laufzeit der Aktienoption ausgelaufen sein, die sechs Monate sind also um. Was nun mit Ihrer Aktienoption geschehen ist, hängt davon ab, was die T-Aktie gemacht hat. Dazu möchte ich nun drei unterschiedliche Szenarien entwerfen:

1. Die T-Aktie notiert bei 11.

Da das Underlying nun geringer notiert als der Basispreis von 12 (K < B) ist Ihre Aktienoption wertlos. Man sagt dazu, dass der "innere Wert" Null ist. Der innere Wert wird grundsätzlich berechnet, indem man den Basispreis vom Kurs des Underlyings abzieht (K-B), hier also 12-14. Es würde ein negativer Wert heraukommen. Da jedoch ein negativer innerer Wert nicht existiert, ist der innere Wert hier Null.

Sie hätten demnach alles verloren, was Sie in die Aktienoption investiert haben. Dies wird auch als Totalverlust bezeichnet. Der Alptraum eines jeden Optionskäufers, was leider immer noch sehr häufig geschieht.

2. Die T-Aktie notiert bei 12.

Der innere Wert ist demnach 12-12 = 0. Also auch hier hätten Sie alles verloren.

3. Die T-Aktien notiert bei 15.

Hier wäre der innere Wert 15-12 = 3. Ihre Aktienoption wäre also 3 wert.

Jetzt müssen Sie natürlich bedenken, dass Sie am Anfang etwas für die Aktienoption bezahlt haben. Nehmen wir an, Sie haben für die Aktienoption 2.40 ausgegeben, was nach meinen Berechnungen auch realistisch ist. Wie viel Prozent Gewinn hätten Sie dann gemacht?

3 - 2,4 = 0,6
0,6/2,4*100 = 25%

25% mit Ihrer Aktienoption gegen eine Gewinn von (15-14 = 1/14*100 = 7,14%) 7,14% bei der Investition in die T-Aktie. Der Gewinn wäre also mehr als 3-mal soviel. Dafür ist aber bei Aktienoptionen auch das Risiko viel größer, wie in den Szenarien 1 und 2 dargestellt.

Im nächsten Artikel werde ich dasselbe Beispiel fortführen, jedoch mit einer Aktienoption mit höherem Basispreis und demnach höherem Risiko.

Weiter mit Basispreis Teil 2

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